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Informationsdienst des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. Juli 1973:


Ex-Meisterin versucht Come-back

Hamburg
Mit dem Sieg auf Palindrome im dritten Lauf des Preises der Perlenkette in Neuss am 14. November 1970 beschloß, so schien es, die zweifache deutsche Meisterin Hannelore Rabus ihre Laufbahn als Rennreiterin. Der erneute Titelgewinn mit 13 Erfolgen stellte sie damals auch an die Spitze der Wertung der siegreichsten Rennreiterinnen Europas.

Seitdem ist Hannelore Rabus, zusammen mit dem Amateurreiter Renz, Rennstallbesitzerin. Beide teilen sich in die Stute Walhalla, die den bordeauxroten Dress mit den weißen Punkten bisher allerdings noch nicht zum Sieg trug.
Doch auf ihrer Stute Walhalla sah man Hannelore Rabus wiederholt im Training, bis das zur Gewohnheit wurde und die Ex-Meisterin wieder viel Gefallen am schnellen Reiten fand. Eine Meniskus-Verletzung allerdings verhinderte erst einmal weitere Pläne.

Jetzt aber will Hannelore Rabus ein Come-back versuchen. Am Eröffnungs-Tag der Hamburger Derby-Woche will sie im Lady-Curzon-Preis wieder in den Rennsattel steigen. Der Galopp Club Deutschland hat der zweifachen Meisterin den Ritt auf "Affetto" angeboten. Hannelore Rabus konnte den Wallach bereits im Training reiten. "Affetto" hat eine Box kaum einen Steinwurf weit von der Arbeitsstelle der Ex-Championessa.
Hannelore Rabus, firm in vier Sprachen, ist Sachbearbeiterin in der technischen Abteilung des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen. Schon als Schulmädchen, ihre Eltern wohnten in der Rennbahnstraße, fand sie Zugang zum Rennsport. Sie hatte schon viele Jahre morgens beim Training mitgemacht, ehe sie 1964 auf "Vertrau" in Frankfurt ihren ersten Ritt im Rennen hatte. Der erste Sieg war gleich ein Auslandserfolg: auf Escurial holte sie den Pokal der Amateure in Duindigt/Holland. Außer in Holland hat Hannelore Rabus in Belgien, Frankreich und Italien geritten, drei ihrer insgesamt 32 Siege errang sie im Ausland. Da sie dafür nur 120 Ritte brauchte, war jeder vierte Ritt ein Sieg, ein Gewinn-Durchschnitt von über 25%, den ihr kaum ein Spitzen-Jockey nachmacht. Zweimal kam sie zu Doppelsiegen: in Dortmund mit Fragula und Wacholdergeist und in Haßloch mit Feengeist und Uhu. Fünfmal ritt sie Abacus und fünfmal auch Cosmos zum Sieg. Von den wertvollen Amateurreiten gewann sie das Graf Lehndorff-Rennen, das Renata-Rennen, das Goldene Armband von Frankfurt und die Goldene Weintraube. Die "Perlenkette", die begehrteste Trophäe bei den Amazonen, holte sie sich 1968.



Pferd mit der Programmnummer 33

Zeichnung: Jonna, Dänemark
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